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Letzte Aktualisierung am 15.05.2016 11:02 Uhr


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Tiere
© copyright 2001-2017
Thomas Heydel

Der jagdlich geführte Welshterrier.

Das jagdliche Talent der Welsh-Terrier, das in Österreich, Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei nach wie vor sehr geschätzt wird, ist in Deutschland weitgehend aus dem Blickfeld geraten, was sehr schade ist, da diese kleinen, harten Terrier bei entsprechender Ausbildung in Wasser, Wald und Feld sehr vielseitig einzusetzen sind, z.B. bei der Nachsuche, Schwarzwild- und Baujagd, beim Stöbern und der Wasserarbeit.
Als wir uns vor 7 Jahren unseren ersten Welsh-Terrier für die Jagd anschafften, ernteten wir viel Kopfschüttelen und ahnten auch nicht, mit welchen bürokratischen Widrigkeiten wir bei den Arbeitsprüfungen konfrontiert würden.
Die Anerkennung als Jagdgebrauchshund, die der Welsh-Terrier in der DDR noch besaß, ist ihm nach der "Wende" in Deutschland leider noch nicht wieder zuerkannt worden. Bis Ende der 90er Jahre war es möglich - das Wohlwollen der entsprechenden Verbände vorausgesetzt - seinen Welsh-Terrier z.B. bei den Parson Russel oder Fox-Terriern prüfen zu lassen. Als wir 2000 Ähnliches versuchetn, wurden wir allerdings abgewiesen und konnten den Nachweis der jagdlichen Brauchbarkeit nur durch die allgemeine Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde nachweisen, die in Niedersachesen allen Hunden offen stehet, die dem Phänotyp einer vom Jagdgebrauchshundeverband (JGHV) anerkannten Rasse entsprechen. Mit der Zulassung zu dieser Prüfung hatte unser Welsh-Terrier, der ja eine der Ursprungsrassen des Deutschen Jagdterriers ist, keine Probleme, was aber von einem zum anderen Bundesland durchaus unterschiedlich gehandhabt wird. Unter lauter Vorstehhunden war nun unser Welsh der einzige kleine Hund, und seine besonderen Fähigkeiten z.B. als Bauhund, konnte er nicht unter Beweis stellen, da die Brauchbarkeitsprüfung keine Rücksicht aud die Individualität der Rassen nimmt.


Brauchbarkeitsprüfung bestanden!


In letzter Zeit ist aber etwas Bewegung in die äußerst unbefriedigende Situation gekommen, die auch potentielle Interessenten davon abhällt Welsh-Terrier jagdlich zu führen. Da diese Problem außer bei Welsh z.B. auch Airedale, Irish, Lakeland und Cairn -Terrier betrifft, hat der KfT Herrn Andreas Clauser ( Wasserkurtler Str. 80 44319 Dortmund, Tel. 0231 / 21 10 90 ) als Beauftragten für jagdliche Fragen damit betraut Gespräche mit dem JGHV zu führen mit dem Ziel, den jagdlich geführten Terriern im KfT eine ihrer jeweiligen Rasse entsprechende jagdliche Prüfung zu ermöglichen. (" Der Terrier" 2/2005 S.23)
Einstweilen müssen wir uns mit der allgemeinen Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde begnügen, die die örtlichen Jägerschaften für Ihren Bereich im Namen der Landesjägerschaften durchführen.
Die Vorschriften besagen, dass die Hunde eindeutig indentifizierbar, mindestens im Jahr zuvor gewölft und 12 Monate alt sein. Der Führer muss im Besitz eines gültigen Jagdscheins sein. Auf die Prüfungen die jeweils zwischen dem 15.08 und 10.11. eines Jahres stattfinden, wird durch die Hundeobleute der Hegeringe vorbereitet.
Prüfungsfächer sind Gehorsam, Schussfestigkeit in Feld/Wald und Wasser, Bringen von Haarwild auf der Schleppe, Bringen von Federwild auf der Schleppe, Freiverloren Suchen und Bringen, Schweißarbeit und Wasserarbeit (Freiverlorensuche und Bringen von totem Wasserwild aus deckungsreichem Gewässer, Stöbern mit Enten in deckungsreichem Gewässer) Es gibt keine Punktewertung sondern nur "bestenden" oder "nicht bestanden". Die Prüfung darf einmal wiederholt werden. Abgesehen davon, dass ein "brauchbarer" Hund für die Ausübung bestimmter Jagdarten vorgesehen ist, ist der Nachweis der Brauchbarkeit auch von Bedeutung für die Haftpflicht.

Nachtrag September 2007
Nach langen und schwierigen Verhandlungen mit dem Jagdgebrauchshundverband e.V. und dem Deutschen Deckelklub 1888 e.V. ist es Herrn Andreas Clauser gelungen, die in ihren Ursprungsländern anerkannten Jagdhunderassen Border, Irish, Jack Russell, Lakeland, Parson Russell, Welsh, Cairn, Cesky & Scottish nachfolgende Prüfungen abzulegen zu lassen:

  • die Bauprüfung beim Deutschen Teckelclub (DTK)
  • die Verbandsschweißprüfung
  • die Prüfung nach dem Schuß bei den Prüfungsvereinen des JGHV

Ausbildungs- und prüfungsberechtigt sind ausschließlich Mitglieder im KfT, die Jäger sind und einen gültigen Jagdschein vorlegen können.
Nähere Informationen: Der Terrier 09/2007 und/oder Herr Andreas Clauser ( Wasserkurtler Str. 80 44319 Dortmund, Tel. 0231 / 21 10 90 ) als Beauftragten für jagdliche Fragen im KfT.

Damit sind diese Rassen wieder anerkannte Jagdhunde und als Jagdhunde zugelassen.

Trotz der Prüfungsproblematik haben wir es nie bereut, die jagdliche Ausbildung unserer Hunde in den Mittelpunkt zu stellen. Die Förderung des jagdlichen Talents ist denn auch das Ziel unseres Zwingers "Hunter's Pleasure", in dem Gesundheit und rassetypischen Äußerem auch die jagdliche Anlage ein Zuchtkriterium ist.
Unser erster Wurf fiel 2005 aus "Eske von der Burgmannstadt", einer sichtlauten, raubzeugschaften Hündin, mit ganz hervorragender Nase, nach "Droll von Pierching", einem bei Schwarzwild sehr erfolgreichen österreichichen Rüden: spurlaut Totverbeller, gut auf Schweiß.
Über die zahlreiche positive Resonanz haben wir uns sehr gefreut, wobei im "Westen" die z.T. erstaunten und neugierigen Anfragen bezüglich der Eignung des Welsh-Terrier als Jagdhund überwogen, während man in den neuen Bundesländern über das jagdliche Können der Welshe noch bestens orientiert und das Interesse an unseren Welpen entsprechend groß war. Besonders wichtig für uns war die Ermutigung duch eine kleine, eingeschworene Gemeinde, die Welshe ebenfalls jagdlich führen und sich für die Wiederanerkennung als Jagdgebrauchshunde einsetzen.
Wir sind gespannt, wie sich unsere äußerst selbstbewussten, vitalen Welpen an ihren neuen Wirkungsstätten entwickeln werden.
Die Ausbildung für die Jagd fängt schon im Welpenalter an: Der Gebrauch der nase kann durch kleine Futterschleppen gefördert werden, die Bringlust durch Ausnutzen der Spielfreude. Im Auslauf helfen geschlossene Pappkartons und 15-er Plastikrohre bei der Gewöhnung an die Bausituation. Erste Spaziergänge im Revier und bekanntmachen der verschiedenen Wildarten bereiten ebenso wie die Gewöhnung ans Wasser auf die späteren Aufgaben vor. Laute Geräsche aller Art, vorzugsweise in Verbindung mit lustvollen Tätigkeinen, fördern die Unempfindlichkeit beim Schuß. Ab dem 3. Monat kann der Greiferwille durch eine Dressurangel verstärkt werden. Das Wichtigste ist aber die Förderung des Selbstbewusstseins duch das erfolgreiche Bewältigen vieler Herausforderungen mit reichlich Lob und Anerkennung. (vgl. Seeben Arjes, So beginnt ein Hundeleben, Melsungen 2004)
Wegen der angeborenen Unabhängigkeit ist die ausführliche Beschäftigung des Führers mit dem Welpen zur Bildung einer enegen Bindung unerlässlich, da sie neben dem Gehorsam eine unabdingbare Voraussetzung für eine spätere harmonische Zusammenarbeit zwischen Jä,ger und Hund ist. Wenn der Hund brauchbar sein soll, müssen seine Triebe, die ja gezielt gefördert werden, auch dann kontrolliert werden können, wenn der Hund weit entfernt vom Führer agiert. Besonders beim Terrier sind viel Geduld, Konsequenz und wiederholtes Üben notwendig, da er sich gern ablenken l&aum;sst und jeden Freiruam im eigenen Sinne nutzt. Immer aber muss die Banace zwischen Arbeit und Spiel beim jungen Hund gewahrt bleiben, um nicht durch Überforderung die Freude an der Arbeit zu zerstören.
Als Ausbildungshilfen benutzen wir das Erziehungshalsband, bei harten Hunden gelegentlich die Koralle, lange Feldleine, Angelschnur (!), Dressurangel, verschiedene Apportiergegenstände (zum Teil selbstgemacht) und viel positive Verstärkung (Log, ausgiebiges Spiel, Schüttelndürfen der Beute, Futter unter der gefundenen Rehdecke auf der Schweißfährte ect.) Weitere Einzelheiuten der jagdlichen Abrichtung, insbesondere den logischen Aufbau der einzelenen Ausbildungsfächer uns auch was man tun kann, wenn etwas nicht klappt, kann man der Fachliteratur entnehmen (z.b. Carl Tabel, Der Jagdgebrauchshund, BLV, München 1998). Wenn man nicht gerade einem Jagd -, oder Forstberuf nachgeht, brauchet es nach unserer Erfahrung etwa 2 Jahre, bis man die Früchte der Mühen sehen kann, aber es lohn sich: das Freudengebell der Hunde, wenn es ins Revier geht, spricht für sich, aber die intensive Arbeit mit ihnen hat auch positive Auswirkungen auf ihr allgemeines Verhalten zu hause und unterwegs, wovon auch NIchtjäger profitieren können.
Wir hoffen, mit diesen Ausführungen etwas zur Vervollständigung des Spektrums der Fähigkeiten des Welsh-Terrier beigetragen zu haben und würden uns über Kontakte von Interessierten - seinen es nun Jäger oder nicht - freuen.

Heidi und Michael Weidemeier
Welsh-Terrier Zwinger Hunter's Pleasure
Tel.: 04925 - 6376
Fax: 04925 - 952492
E-mail: H.u.M.Weidemeier@t-online.de
Internet: www.welsh-terrier-hunters-pleasure.de

Bild3: Vorbereitung auf Schweißarbeit
Bild4: Bringen von Haarwild auf der Schleppe
Bild5: "Bau" im Welpenauslauf
Bild6: bei der Ausbildung am Federwild
Bild7: M. Weidemeier bei der "Arbeit"

Bilder und Text copyright by: H & M. Weidemeier
Auszüge bitte nur nach vorheriger Absprache und Genehmigung!
Vielen Dank an Familie Weidemeier.
Im Forum ist eine entsprechende Rubrik eingerichtet!













 

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