Deargi
Posting Freak
   
Beiträge: 348
Registriert seit: 29-5-2008
Mitglied ist Offline
|
Verfasst am: 24-7-2008 um 11:46 |
|
|
Wichtig: Pflegewerkzeuge

Mit zunehmender Länge des Fells, ändern sich die benötigten Pflegeutensilien. Für den Hund in Unterwolle reicht normalerweise eine Nylonborstenbürste.
Kurzes, frisch getrimmtes Haar, ist gut mit dem Terrierstriegel zu bearbeiten. Wird das Fell länger und dichter, steigt man am besten auf eine Bürste
um. Ist das Haar sehr lang, wellig und zeigt massenhaft Unterwolle, ist ein Metallkamm unverzichtbar, da nur dieser bis auf die Haut durchdringt.
Wichtig:Grundsätzlich ist zu sagen, dass ein Hund gut durchgekämmt ist, wenn man ihn mit einem mittelzahnigen Metallkamm ganz
durchkämmen kann, ohne dass dieser irgendwo hängen bleibt. Dieser Metallkamm sollte zur Grundausstattung für jedes Haar gehören.
Wie häufig das Kämmen nötig ist, hängt wieder einmal ganz von der Fellbeschaffenheit ab.
Wichtig:Wenn es nicht verfilzt ist, ist es ausreichend.
Terrierstriegel/Nadelbürste
Aussehen | Diese Bürsten haben Metallnadeln in einem flexiblen, meist ovalen Gummibett. Gute Bürsten haben polierte Nadeln und sind an den
Spitzen abgerundet, sodass die Bürste nicht die Haut des Hundes reizt oder zu Haarbruch führt. Bürsten mit Kunststoffnoppen verlieren meist im Laufe
der Zeit diesen Schutz oder dadurch werden Haare beschädigt. Je länger die Haare, je weiter auseinander und länger die Borsten. Je gröber die Haare,
je härter die Borsten.
Verwendung | Nadelbürsten werden für alle Hunde mit lockigem, gewelltem, drahtigem oder langem Harr mit viel Unterwolle verwendet.
Nadelbürsten variieren je nach Abstand und Länge der Borsten. Sie entfernen groben Schutz und leichte Knoten und leisten dadurch gute Vorarbeit. Je
nach Fell kommt man nur mit einem Terrierstriegel nicht weit. Zum groben Entwirren und zum Entfernen von grobem Dreck die Nadelbürste, als auch der
Terrierstriegel bestens geeignet.
Technik | Lange kräftige Striche in Fellrichtung. Bein- und Bartbehaarung aus gegen den Wuchs.
Anwendung | Nadelbürsten können bedenkenlos täglich eingesetzt werden.
Borstenbürste
Aussehen | Hier gibt es verschiedene Ausführungen, Naturhaarbürsten (z.b. Roßhaar) oder Nylonbürsten, für die abschließende Politur nach der
Fellpflege, da sie übrig gebliebene Hautschuppen und Staub aufnimmt. Nylonbürsten bestehen aus robustem, wasserfestem und pflegeleichtem Material und
können daher, leichter sauber gehalten werden.
Verwendung | Naturhaar ist für seidenhaarige Hunde ein Muss, um statisches Aufladen der Haare zu verhindern, welche den Hund einer Klobürste
ähneln lassen würde. Für rauhaarige, wie unseren Welschies eignet sich eine mittelharte Nylonbürste besser. Diese lädt sich zwar auf, aber da der
Welsh ein entsprechend hartes Haar besitzt, macht es seinem Fell nix aus. Im Gegenteil lose Haare, Staub und Schuppen werden wie mit einem Magnet aus
dem Fell gezogen.
Technik | Lange kräftige Striche in Fellrichtung. Die Borsten stehen immer senkrecht zum Fell.
Anwendung | Zum Abschluss einer Pflegesession.
Kämme
Aussehen | Metallkämme werden in verschiedenen Längen und Stärken und mit unterschiedlichen Griffen hergestellt. Wie auch bei den
Trimmessern, richtet sich der Abstand der Stifte nach der Stärke des Fells. Seidiges Fell, wie etwa das der Cocker Spaniel wird mit besonders feinen
Kämmen bearbeitet, während Hunde mit dickem Fell mittlere und Weite Stiftabstände benötigen. Eine Besonderheit stellt hierbei das krause Haar des
Pudels dar, welches mit einem besonderen Pudelkamm bearbeitet wird. Dieser kann sowohl ein stabiler Metallkamm sein, welcher sich für sehr dichtes
Haar oft besser eignet als ein Kamm aus Plastik. Jedoch hat ein Plastikkamm wiederum den Vorteil, dass er ebenfalls durch statische Aufladung zum
Schmutzmagnet wird und dem Fell so entsprechenden Glanz verleiht.
Verwendung | Die langen Stifte dringen bis in die Tiefe des Haarkleides vor und befreien es so von gelösten Haaren. Am besten eignet sich ein
mittelweit gezahnter Kamm, um nicht zu viel Lebendhaar mit aus zukämmen. Der Metallkamm ist in erster Linie ein Kontrollwerkzeug. Mit seiner Hilfe
wird kontrolliert, ob der Hund bis auf die Haut gut durchgekämmt wurde. Gute Kämme sind Chrom- oder Teflonbeschichtet, haben einen gleichmäßigen
Stiftabstand und die Spitzen der Stifte sind abgerundet, um die Haut des Hundes vor Kratzern und Irritationen zu schützen. Viele Trimmer bevorzugen
eine Kombination aus feinen und mittleren bzw. mittleren und groben Stiften.
Technik | Man kämmt den Hund in Richtung des Haarwuchses. Die groben Zinken reichen dabei bis auf die Haut. Gleitet der Kamm ohne Widerstand
durch das Fell des Hundes, kann man davon ausgehen, dass er gut ausgekämmt ist.
Anwendung | Je nach Fell, sollte man 1-3 x wöchentlich den Hund gut durchkämmen.
Trimmmesser
1 für die Feinarbeit und 1 weit gezahntes Deckhaar, Unterwolle und Läufe. Genaueres findest du hier.
Schere/Effilierschere
Für das abschließende Finish, unter dem Kinn, um den After und an Teilen der Rute, den Ohrlappen und um/zwischen den Ballen, denn diese Teile sollten
der Hygiene wegen auch zwischen den Trimmterinien in Form gehalten werden.
Zupfbürste
Aussehen | Diese Bürsten besitzen feine Draht-Stifte, die sich auf einer ebenen oder gewölbten Basis befinden. Die Drahtstifte sind
entweder in etwa der Hälfte des Stiftes in einem Winkel gebogen oder auch gerade. Mit den gebogenen Stiften entfernt man Knoten und Filze, mit den
geraden glättet man das Fell. Je dicker und dichter das Fell, desto härter sollten die Stifte der Zupfbürste sein.
Verwendung | Zupfbürsten gibt es in verschiedenen Größen und Härtegraden. Sie werden ausschließlich bei langem Fell verwendet. Diese Bürste
benötigt man während der gesamten Fellpflege, da man mit dieser bei täglicher Anwendung Verfilzungen vorbeugen kann. Zum Schutz der empfindlichen Haut
sollten die Stifte zusätzlich mit Noppen versehen oder abgerundet sein. Die häufig verwendeten Zupfbüsten ohne Noppen sind nicht zu empfehlen, sie
können die Haut des Hundes verletzen. Die Bürsten mit abgerundeten Drahtspitzen, sind aus den selben Gründen wie bei den Nadelbürsten denen mit Noppen
vorzuziehen.
Technik | Wichtig dabei ist die richtige Bürstentechnik, um die Haut des Hundes nicht zu verletzen. Man bürstet in kurzen, schnellen,
streichelnden Strichen. (siehe Bürstentechniken)
Anwendung | Je nach Fell kann die Zupfbürste täglich zum Einsatz kommen..
Noppenbürste / Gummistriegel
Aussehen | Noppenbürsten gibt es in verschiedenen Größen und Noppenlängen. Der Gummi ist fest, aber sanft, und kann auf nassem oder trockenem
Fell verwendet werden.
Verwendung | Entfernt lose Haare, massiert und arbeitet das Shampoo ins Fell. Besonders geeignet sind sie für kurzhaarige Rasse und
Trimmrassen in Unterwolle. Beim Baden kann sie für beinahe alle Rassen zum einmassieren des Shampoos verwendet werden.
Technik | Auch den Gummistriegel verwendet man trocken nur in Fellrichtung. Zum einmassieren des Shampoos kann er natürlich kreisend
eingesetzt werden. Bei besonders hartem Haar kann er gegen den Strich verwendet zu Haarbruch führen.
Anwendung | Zum shampoonieren oder zum Entfernen von groben Schutz.
LG, Sandra

|
|
|