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Autor Betreff: Unter-, Über-, oder Idealgewicht?
Deargi
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[*] Verfasst am: 20-6-2012 um 10:02 Zitieren und beantworten
Unter-, Über-, oder Idealgewicht?



Liebe Forengemeinde,
leider war es mir gestern nicht mehr möglich, den versprochenen Thread einzustellen. Deshalb nun an dieser Stelle. Das meiste, wird euch sicher bereits euer Züchter mit auf den Weg gegeben haben.

Was beim Menschen der BMI (Body Mass Index) ist, könnte man grob beim Hund mit dem BCI (Body Condition Index oder auch als BCS Body Condtion Score) vergleichen. Jedoch gibt der s.g. Körperkonditionsindex nicht das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße wieder, sondern beschreibt, welche Merkmale Hunde mit Unter-, Über- oder Idealgewicht haben. Ursprünglich wurde der BCI mal zur Beurteilung von Rindern entwickelt, mittlerweile aber auch auf andere Tierarten übertragen. Der KKI beschreibt den Körperzustand des Hundes aufgrund von visuellen und taktilen Beurteilungskriterien. Der Ziel-KKI sollte Nr. 3 sein, also das Idealgewicht. Dabei werden 5 Kategorien unterschieden: das Untergewicht, das leichte Untergewicht, das Idealgewicht, das Übergewicht und die Adipositats, die Fettsucht.

Jeder Punkt auf der 5-Punkte-Skala entspricht einer Zunahme oder Abnahme je nach Richtung der 20 bis 30 Prozent des Körperfetts über oder unter dem Ideal (dh, 1 = sehr dünn und 5 = fettleibig). Die BCI ist ein hilfreiches Mittel, damit der Besitzer, der sein Tier ja 24h am sieht bewusster wahrnimmt. Viele ernsthafte gesundheitliche Probleme können die Folge des falschen Gewichts sein. Gewichtsmanagement von Hunden muss sorgfältig durchgeführt werden. Wenn die Gewichtsreduzierung beispielsweise zu schnell ist, können daraus weitere Folgen wie z.B. die hepatische Lipidose (Fettleber) oder Diabetes auftreten, in denen aggressive medikamentöse Therapien erforderlich sind.



Die folgenden Tabellen sollen nur ein Leitfaden sein.

5er Skala – 10% Schritte
1. Untergewicht (20% unter dem Idealgewicht)
Rippen: leicht ertastbar, teilweise sichtbar, ohne erkennbare Fettschicht
Rutenansatz: Knochen stehen hervor, kein Gewebe zw. Haut und Knochen
Lateral (Seitenansicht): Flanken stark eingefallen
Dorsal (Draufsicht): ausgeprägte Sanduhrform

2. Sehr dünn (10% unter dem Idealgewicht)
Rippen: leicht ertastbar, ohne Fettschicht
Rutenansatz: Knochen stehen hervor, minimale Gewebsschicht zwischen Haut und Knochen
Lateral: Flanken eingefallen
Dorsal: sichtbare Sanduhrform

3. Idealgewicht
Rippen: leicht ertastbar, dünne Fettschicht
Rutenansatz: glatte Kontur, Knochen unter dünner Fettschicht fühlbar
Lateral: Flanken leicht eingefallen
Dorsal: gut proportionierte Taille

4. Übergewicht (10% über dem Idealgewicht)
Rippen: schwer ertastbar, mäßige Fettschicht
Rutenansatz: gewisse Verdickung, Knochen unter mäßiger Fettschicht ertastbar
Lateral: keine Flankengrube oder Taille
Dorsal: Rücken leicht verbreitert

5. Fettsucht (20% über dem Idealgewicht)
Rippen: schwer ertastbar, dicke Fettschicht
Rutenansatz: verdickt, unter dicker Fettschicht schwer ertastbar
Lateral: Fett hängt vom Bauch herab, keine Taille erkennbar
Dorsal: Rücken verbreitert

http://up.picr.de/10898959kz.png



Für die genauere Einschätzung des Körperzustandes des Hundes, existiert noch eine zweite, 9-teilige Skala.

9er Skala – 5% Schritte
1. Massives Untergewicht (20% unter dem Idealgewicht)
Rippen: Rippen, Lendenwirbel und Beckenknochen sowie alle Knochenvorsprünge von weitem gut sichtbar, kein Körperfett
Rutenansatz: Knochen stehen stark hervor, kein Gewebe zw. Haut und Knochen
Lateral (Seitenansicht): Flanken stark eingefallen, offensichtlicher Schwund von Muskelmasse
Dorsal (Draufsicht): ausgeprägte Sanduhrform

2. Untergewicht (10% unter dem Idealgewicht)
Rippen: Rippen, Lendenwirbel und Beckenknochen leicht erkennbar, kein tastbares Körperfett, bestimmte andere Knochenvorsprünge gut sichtbar
Rutenansatz: Knochen stehen hervor, kaum Gewebe zw. Haut und Knochen
Lateral: Flanken eingefallen, minimaler Schwund von Muskelmasse
Dorsal: deutliche Sanduhrform

3. Sehr dünn (5% unter dem Idealgewicht)
Rippen: leicht ertastbar, ohne fühlbare Fettschicht
Rutenansatz: Knochen stehen hervor, minimale Gewebsschicht zwischen Haut und Knochen
Lateral: Flanken eingefallen, Beckenknochen hervorstehend, Taille und Magengrube deutlich ausgeprägt
Dorsal: sichtbare Sanduhrform, Scheitelpunkt der Lendenwirbel sichtbar

4. Idealgewicht
Rippen: leicht ertastbar, dünne Fettschicht
Rutenansatz: glatte Kontur, Knochen unter dünner Fettschicht fühlbar
Lateral: Flanken leicht eingefallen, Magengrube gut sichtbar
Dorsal: gut proportionierte Taille

5. Leichtes Übergewicht (5% über dem Idealgewicht)
Rippen: leicht ertastbar, minimale Fettschicht fühlbar
Rutenansatz: glatte Kontur, Becken unter minimaler Fettschicht tastbar, minimale Fettpolster
Lateral: Magengrube sichtbar, minimale Fettpolster am Bauch
Dorsal: Taille wahrnehmbar

6. Mäßiges Übergewicht (10% über dem Idealgewicht)
Rippen: unter einer mäßigen Fettschicht ertastbar
Rutenansatz: gewisse Verdickung, Knochen unter mäßiger Fettschicht ertastbar
Lateral: keine Flankengrube oder Taille, kaum wahrnehmbare Magengrube
Dorsal: Rücken leicht verbreitert

7. Massives Übergewicht (15% über dem Idealgewicht)
Rippen: schwer ertastbar, dicke Fettschicht
Rutenansatz: verdickt, unter dicker Fettschicht schwer ertastbar
Lateral: Fett hängt vom Bauch herab, keine Taille erkennbar
Dorsal: Rücken verbreitert

8. Massives Übergewicht (20% über dem Idealgewicht)
Rippen: nicht ertastbar oder nur unter Druck ertastbar, dicke Fettschicht
Rutenansatz: stark verdickt, unter dicker Fettschicht schwer ertastbar
Lateral: keine Magengrube, keine Taille erkennbar
Dorsal: Rücken verbreitert

9. Fettsucht (25% über dem Idealgewicht)
Rippen: beträchtliche Fettpolster im Bereich von Brustkorb, Wirbelsäule
Rutenansatz: massive Fettpolster im Lenden und Rutenbereich
Lateral (Seitenansicht): Flanken leicht verbreitert, Fettpolster an Hals und Gliedmaßen
Dorsal (Draufsicht): ausgeprägte Rundung nach außen


Schritt 1: Sichtbefund
Zur Beurteilung des Hundes dient das dorsale und laterale Aussehen des Hundes mit einem ideale BCI (3/5 oder 5/9). Eine visuelle Beurteilung ist allerdings nicht sehr nützlich, wenn der Hund langes oder dichtes Haar hat. Lediglich das Körpergewicht des Hundes zu ermitteln ist weniger Aussagekräftig. Wie oben bereits erwähnt, spielt nicht nur die Rasse eine Rolle, sondern auch das Alter. Hunde im höheren Alter neigen dazu, an Muskelmasse abzubauen. Ein älter Hund, der einen BCI von 3 hat, kann demzufolge einen tatsächlich höheren Körperfettanteil haben, als ein junger erwachsener Hund.

Der Hund hat eine wohlproportionierte Taille und die Magengrube vor den Hinterbeinen ist gut definiert. Hunde mit einem BCI von 5/5 oder 9/9 fehlt eine sichtbare Taille. Sie haben massive Fettdepots über Thorax, Wirbelsäule und Rutenansatz. Ihnen fehlt die ansteigende Linie des Abdominalbereiches, die sichtbare Magengrube. Stattdessen haben sie eine hängende ventrale Ausbuchtung. Bei Hunden mit einem BCI von 1/5 oder 1/9 sind die Knochen (dorsale Dornfortsätze, Rippen und Hüften) bereits aus der Ferne sichtbar. Sie haben kein erkennbares Körperfett und verlieren an Muskelmasse.

Schritt 2: Tastbefund
1. Beurteilung der Rippen
Lege beide Daumen in die Nähe des Rückgratesund breite beide Hände über den Brustkorb aus. Bei Hunden mit einem idealen sind einzelnen Rippen spürbar, ohne überschüssiges Fett, ohne dass man aufdrücken muss. Bei Hunden mit einem BCI von 1/5 oder 1/9, gibt es keine erkennbare Fett über die Rippen. Bei Hunden mit einem BCI von 4/5 oder 7/9, sind die einzelnen Rippen schwer zu fühlen. Bei einem Hund mit einem BCI von 5/5 oder 9/9, sind einzelne Rippen kaum oder gar nicht fühlbar.

a) Beurteilung der Taille
Lege beide Daumen in die Nähe das Rückgrates, die Finger rechts hinter die letzte Rippe. Der Durchmesser des Bauches direkt hinter der letzten Rippe sollte kleiner sein als der Durchmesser der Rippen und sollte sich leicht, in der Nähe des Beckens wieder verbreitern (Sanduhrform).

b) Beurteilung des Rutenansatzes
Lege den Daumen auf einen der Hüftknochen und alle anderen Finger außer dem Zeigefinger auf das Gegenteil Hüftknochen. Verwende den Zeigefinger, um die dorsalen Dornfortsätze, abzutasten, die Wirbel in dieser Region. Hunde mit einem idealen BCI von 3/5 oder 4-5/9 sollten eine glatte Kontur haben. Die Knochen können aber unter einer dünnen Fettschicht gefühlt werden. Wenn die Hüftknochen und die dorsalen Dornfortsätze stärker hervortreten, kann das ein Hinweis, auf Untergewicht des Hundes sein. Übergewichtige Hunde entwickeln auch Fettpolster in den Schwanz-Region, welche dann deutlich fühlbar sind.

Bewertung des Körperfettanteils
Trotz des subjektiven Charakters des BCI ist er zuverlässig bei der Beurteilung des Körperfetts von Hunden. Die Korrelation zwischen BCI und dem Körperfettanteil ist signifikant hoch (r = 0,90). Der prozentuale Körperfettanteil für den idealen BCI (4 – 5 bei der 9er Skale oder 3 bei der 5er Skala) liegt im Durchschnitt bei etwa 20% im Bereich von 15% bis 25% des Körpergewichts. Mit der 9er Skala, welche eine Zu- oder Abnahme von 5% darstellt ist eine genauere Aussage als mit der 5er Skala, welche jeweils eine Änderung von 10% angibt, möglich.


Rasse- und Altersunterschiede
Es ist gar nicht so einfach einen Mittelwert, des idealen Körperfettanteils des Hundes anzugeben, da sich dieser doch von Rasse zu Rasse gravierend unterscheidet. Greyhounds haben beispielsweise eine höhere Muskelmasse als andere Rassen. Würde man diese Rasse mittels des BCI beurteilen, so hätten die Hunde bei einem BCI 5/9 einen tatsächlichen Körperfettanteil von ca. 7%, also deutlich niegriger als die angegeben 20%.

Der MCI – Muscle Condition Index
Die Bewertung der Muskelmasse enthält visuelle Untersuchung und Palpation über die Knochen, Schulterblätter, Rippen, Lendenwirbel und Beckenknochen. Dieses System ist derzeit in der Entwicklung und Validierung.


Beurteilung des Welpen
Welpen mit einem idealen BCI haben im Gegensatz zu erwachsenen Hunden noch keinen ansteigenden Abdominalbereich, keine Sichtbare Magengrube und kaum Taille. Der Hund ist also keinesfalls zu fett, wenn er noch nicht die sportliche Figur eines erwachsenen Welsh Terriers hat.


Gewichtskontrolle
Normalerweise ist es völlig ausreichend einen Familienhund einmal monatlich zu wiegen. Innerhalb dieser ermittelten Monatswerte, sollten keine größeren Schwankungen vorhanden sein. Gewogen wird immer zum selben Zeitpunkt, d.h. z.B. immer nach der Hunderunde, vor dem Fressen, um einen besser vergleichbaren Wert zu erhalten. Welsh Terrier können dazu auf dem Arm genommen werden. Man misst das Gewicht und zieht es von seinem eigenem Körpergewicht ab.

Schwankendes Gewicht
Eine Reduktion des KG kann fütterungsabhänig sein (zu wenig, schlechte Qualität, schlechte Verdaulichkeit), aber auch krankheitsbedingt, wie z.B. durch Erkrankungen des Verdauungsapparates oder durch Parasitenbefall. Nimmt der zu, kann hier ebenfalls eine Grunerkrankung ursächlich sein, wie auch eine zu hohe Energiezufuhr. Bewegung, Auslauf und die Umgebungstemperatur spielen hierbei eine Rolle. Vergessen werden sollten aber die Leckerlies nicht, die über den Tag verteilt zugefüttert werden.

LG, Sandra
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